Innenraumperspektive Turner- und Cheerleaderhalle, Visulisierung: deltahochdrei
Model Ansicht Süd, Foto: Markus Huber
Modell Ansicht Süd mit Dachaufsicht, Foto: Markus Huber
Modell Drufsicht, Foto: Markus Huber
Modell Deatil Fassade Süd, Foto: Markus Huber
Modell Ansicht West, Foto: Markus Huber
Modell Draufsicht, Foto: Markus Huber
Modell Detail Ansicht Fassade Süd, Foto: Markus Huber
Lageplan
Grundriss Erdgeschoss
Schnitt
Ansicht Süd, von den Bahngleisen

Stenger2 baut KRAFTPAKET

Der ESV München e.V. platzt aus allen Nähten. Eine Erweiterung der bestehenden Sporthallen ist dringend nötig. Stenger2 Architekten und Partner bauen nun das neue "Kraftpaket" auf dem Gelände des Sportpark Nymphenburg.

 

Hier die ausführliche Baubeschreibung:

"Mit seinen neuen, multifunktional nutzbaren Hallenbereichen entsteht für den ESV ein Gebäude, das dringend benötigte Flächenerweiterung, aber auch städtebaulich logischer Abschluss und neuer sportlicher Impuls für das ganze Vereinsgelände sein wird. In der Logik der bestehenden, großartigen Flächenauslegung des ESV Geländes wird die neue Halle an die vorhandene innere Erschließung anknüpfen und den Charakter der die Sportfreiflächen umspannenden Gebäudeanlage unterstützen.

Unter Beteiligung aller betroffenen Sportabteilungen wurde von Anfang an nicht nur ausgehend von den benötigten Flächen, sondern auch mit Blick auf die entstehenden Räume geplant. In früher Abstimmung und mit Unterstützung der Genehmigungsbehörden konnte zusätzliches Baurecht geschaffen werden. Parallel dazu wurden vom Verein Mindesthöhen für die vorgesehenen Nutzungsbereiche entwickelt.
Anstelle einer additiven Flächenplanung entstand daraus eine Stapelung von Räumen innerhalb einer kompakt gehaltenen Hülle. Denn übergroßes Volumen bedeutet zum einen hohe Baukosten, zum anderen -und dies muss einen gemeinnützigen Sportverein besonders interessieren- hohe Kosten im täglichen Betrieb.
Ausgehend von den jeweiligen Flächenanforderungen wurde deshalb nach „Raumplan“ geplant, einem Konzept, das mit geringen Verkehrsflächen und optimal genutzten Raumhöhen ohne unnötigen „Volumenverbrauch“ arbeitet.
Der große Hallenbereich der Turner und Cheerleader im Tiefgeschoss ist im Bereich der Sprungübungen von Boden bis zur Decke offen. Im Luftraum werden später slacklines und Klettergartenelemente installiert.
Die drei Übungsräume der Kampfsportler -einer davon mit wettkampftauglichen Abmessungen- liegen unter den beiden Ballsporthallen, die jeweils flexibel unterteilbar sind. Unter den zweigeschossigen Umkleidebereich ist der im Verbund mit der großen Sporthalle stehende Turner-Gerätebereich eingeschoben.
Die Spannung aus dem Wechsel von drei-, zwei, und eingeschossigen Gebäudeanteilen wird im Innenraum besonders entlang der langen Lichtfuge erlebbar. Der von einem großen Lichtband in der Decke erhellte Erschließungsbereich zwischen den beiden Treppenräumen ist im Erdgeschoss offene Galerie mit kleinem Zuschauerbereich, im Obergeschoss eine freigespannte Holzbrücke.
Die Mehrzweckhalle ist im Tiefgeschoss und Erdgeschoss barrierefrei, die Geschosse sind über einen neuen Aufzug erreichbar. In der neuen Halle wird zudem der dringend benötigte kleine Imbissverkauf untergebracht.

Von außen zeigt sich die neue Halle selbstbewusst. Zur Gewährleistung schneller Bauzeit werden kerngedämmte Betonfertigelemente verwendet, deren Oberfläche im hohen Sockelbereich rau strukturiert ist und die zum Teil mit Fassadenbegrünung versehen werden. An der Süd-West-Ecke wird die Voraussetzung für eine outdoor-Boulderwand geschaffen.
Die beiden großen, gerahmten Fensteröffnungen nach Süden und Westen dienen nicht nur zur natürlichen Belichtung der Sportflächen, sie sind für die Sportler und Gäste der Freiflächen ebenso wie für die zahlreichen Bahnreisenden riesige Schaufenster, die den Blick öffnen

– in das neue Kraftpaket des ESV."  

 

 

Markus Stenger
Architekt