Daniel Knorr, geb. 1968, Bukarest

Expiration Movement (2017)
Rauch und Manifest
Zwehrenturm, Kassel

ehemaliger unterirdischer Bahnhof (KulturBahnhof), Kassel

Hans Eijkelboom, geb. 1949, Arnhem, Niederlande

Photo Notes 1992–2017 (2017)
270 Inkjet-Prints
Je 50 × 60 cm

Stadtmuseum Kassel, Kassel

Regina José Galindo, geb. 1974, Guatemala-Stadt

El Objetivo (Das Ziel, 2017)
Performance in speziell gebautem Raum mit vier G36-Sturmgewehren

Stadtmuseum Kassel, Kassel

Costas Tsoclis, geb. 1930, Athen

Harpooned Fish (1985–2000)
Video, Farbe, ohne Ton, projiziert auf Acryl auf Stoff und Metall
Nationales Museum f­ür Zeitgenössische Kunst, Athen (EMST), Schenkung des Künstlers, 2017

Portraits (1986)
Fünf Videos, Farbe, ohne Ton, projiziert auf 5 Malereien (Acryl auf Stoff)
Malereien: je 300 × 220 cm
Nationales Museum f­ür Zeitgenössische Kunst, Athen (EMST), Schenkung des Künstlers, 2002

Alle Werke Fridericianum, Kassel

George Hadjimichalis, geb. 1954, Athen

Crossroad. The Crossroad Where Oedipus Killed Laius. A Description and History of the Journey from Thebes to Corinth, Delphi, and the Return to Thebes (1990–1995/1997)
Eisentisch, Pigment und Kunstharz auf 9 Stahlplatten, 64 Silbergelatineabzüge und Video, Farbe, ohne Ton, 7:14 Min. (Loop)
Nationales Museum für Zeitgenössische Kunst, Athen (EMST)

Fridericianum, Kassel

„Rahmenbau“, von Haus-Rucker-Co errichtet zur documenta 6 im Jahr 1977, öffnet sich zum Staatspark Karlsaue

GRIMM Welt, 2015

Architektur: kadawittfeldarchitektur
Ausstellungsarchitektur: Holzer Kobler Architekturen

Documenta 14 in Kassel

Noch bis zum 17. September ist die documenta 14 in Kassel geöffnet. Eine gute Vorbereitung erleichtert den Besuch. Denn wer nicht plant, und auch keinen kundigen Begleiter an seiner Seite hat, wird von der Vielzahl der Ausstellungs- und Veranstaltungsorte verwirrt sein. Neben etablierten Ausstellungsgebäuden wie dem altehrwürdigen Fridericianum, in dem derzeit die Sammlung des Athener Museums für zeitgenössische Kunst (EMST) gezeigt wird, gibt es in der ganzen Stadt verteilt Orte der Kunst. Viele Künstler kreisen um politische und ethische Fragen, Themen wie Flucht und Migration stehen häufig im Vordergrund. Unsere Kollegin hat von ihrem Besuch in Kassel eine kleine Auswahl spannender Projekte mitgebracht:

Darunter das rätselhafte Rauch-Manifest von Daniel Knorr, die Schulklassen-Installation "Monday" von iQhiya – einem Kollektiv aus elf ehemaligen Studentinnen der University of Cape Town in Südafrika - im ehemaligen Bahnhof, heute Kulturbahnhof, die Fotosammlung des Niederländers Hans Eijkelboom und die verstörende Arbeit von Regina José Galindo, die mit einem Sturmgewehr auf Menschen zielen lässt.

Malereien auf Leinwand von Costas Tsoclis, die mit Videoprojektionen zum Leben erweckt werden, faszinieren durch die Mischung der Medien.

Haptisch und ästhetisch interessant ist auch die Arbeit "Crossroad. The Crossroad Where Oedipus Killed Laius. A Description and History of the Journey from Thebes to Corinth, Delphi, and the Return to Thebes" des griechischen Künstlers George Hadjimichalis. Die riesige Stahlplatte weist eine feine Topographie auf; fotografische Nahaufnahmen dieser Oberflächen zeigen 

Ein Spaziergang im Bergpark Kassel oder den Karlsauen, gibt wieder Kraft. Dort sind sogar noch Documenta Installationen von Haus Rucker-und-Co aus dem Jahr 1977 zu entdecken. Ein riesiger Rahmen macht neugierig. Die Botschaft lautet:

IF YOU ARE LOOKING FOR SOMETHING IT IS NOT HERE.

 

Last but not least ein Must-see in Kassel: Die 2015 eröffnete die GRIMM Welt, einem Ausstellungsgebäude für das Werk der Brüder Grimm, geplant von kadawittfeldarchitektur. Das Gebäude passt sich wunderbar in die Park- und Hanglandschaft ein.

 

Fotos: Ana Paula Nitzsche