Sonnenuntergang über dem Markt von Marrakesh

Eine Villa aus den 30er Jahren dient heute als sogenanntes Riad, eine Art Hotel oder Pension, mit Garten und/oder Innenhof

Verkauf von handgewebten Berberteppichen in der verlassenen Stadt

Dieses bewohnte Berberdorf fügt sich harmonisch in die Landschaft ein. Es ist kaum zu erkennen.

Licht und Farbe

Unsere reisefreudige Kollegin erfreut uns diesmal mit Bildern und Berichten aus Marokko. In Marrakesh beobachten wir gemeinsam den Sonnenuntergang über dem quirligen Markt und brechen am nächsten Tag auf Richtung Atlasgebirge, um dort sowohl bewohnte als auch verlassene (11. Jahrhundert!) Bergdörfer der Berber zu besichtigen.

Berber, die sogenannten Ureinwohner Nordafrikas, bewohnen mitunter noch heute diese beeindruckenden Dörfer, gebaut aus Lehm, perfekt angepasst an die Topografie, wie verschmolzen mit der rot-braunen Umgebung. Die oftmals verschachtelten Innenräume sind anstelle von Möbeln mit Matten, Decken und Teppichen ausgestattet.

Viele Berber führen dort noch heute ein archaisches, hartes Leben, zumeist ohne Strom und fließend Wasser, im Rhythmus der Jahreszeiten. Sie betreiben Ackerbau und Viehzucht; für ihre Teppiche sind sie weltweit bekannt. Als Halbnomaden ziehen sie in den Sommermonaten mit ihrem Vieh in die Berge.

Die wehrhaften Berber-Dörfer wurden zumeist zwei- bis dreigeschossig errichtet und mit Wachtürmen versehen, denn Überfälle und Plünderungen waren - zumindest früher - keine Seltenheit.

Die faszinierende Ornamentik an den Gebäuden diente zuallererst einer Art "magischen Abwehr" von Angreifern. Symbolisch sollten die grafischen Muster Augen darstellen und so die ständige Wachsamkeit der Dorfbewohner zeigen.

 

"Das Schicksal der Berber" von Alexander Göbel, Deutschlandfunk vom 19.11.2003

Musée Yves Saint Laurent in Marrakesh

"Liebesbeweis. Studio KO bauen Museum für Yves Saint Laurent in Marrakesch", Baunetz vom 15.11.2007

Berberteppiche

 

Fotos © Anita Neif