Ponte 25 de Abril, 1966

Padrão do Descobrimentos (Denkmal der Seefahrer und Entdecker), 1940

Lissabon: MAAT und Hängebrücke

Diese Terrasse ist eigentlich ein Museum!

In Lissabon besteigt unsere Kollegin die geschwungene Dachlandschaft des neuen "Museum of Art, Architecture and Technology" (MAAT) am Ufer des Tejo. Amanda Levete Architects mit Sitz in London entwarfen diesen ungewöhnlichen Bau. Zusammen mit dem umgenutzten ehemaligen E-Werk bildet er  einen Kultur-Campus.

Das MAAT Gebäude mit einer geschwungenen Fassade aus geformten Fliesen soll an die Keramiktradition Portugals anknüpfen. Die reflektierende Oberfläche der Fliesen holt das Licht über die große Öffnung zum Fluss hin ins Innere, ein wesentlicher Entwurfsaspekt, wie Amanda Levete  im Interview mit Deutschlandfunk Kultur vom 04.10.2016 erläutert: 

"Als wir das erste Mal hier waren, an einem sonnigen Novembertag, senkte sich gerade die Sonne ins Meer; der Fluss, der so salzig wie das Meer riecht, war in ein goldenes Licht getaucht. Und unsere drängendste Frage war: Wie können wir dieses außergewöhnliche, sich immer wieder verändernde Licht nutzen, und wie können wir ein Gebäude schaffen, das das Licht reflektiert und vergrößert, und verändert, wenn man am Ufer entlang geht."

Ein weiteres architektonisches Highlight am Ufer des Tejo ist die Hängebrücke "Ponte 25 de Abril" aus den 1960er Jahren. Die knapp 2300 m lange Hängebrücke für Zug- und Autoverkehr verbindet Lissabon mit der Stadt Almada, die für ihre riesige Christo-Rei Statue bekannt ist.

 

 Fotos: Ana Nitzsche