Das Lexikon des alten Handwerks Nr. 002: Das Kerbschnitzen

Die alte Technik des Kerbschnitzens kann mithilfe dieses schönen Büchleins aus dem Jahr 1959 (wieder)erlernt bzw. erweitert werden.

Der Autor Christian Rubi betrachtet das Erlernen dieses Handwerks vor allem als persönlichen schöpferischen Gewinn, es geht ihm weniger um das Erlangen höchster technischer Präzision: " Die alten Volkskunstbestände zeigen, daß eine richtige Anordnung der Motive wichtiger ist als ängstliche Genauigkeit." (S.7).

Weiter schreibt er: "Wir wissen gar wohl, daß der Geist der verblichenen Generationen in unserer ganz anders gearteten Zeit nicht künstlich wieder erweckt werden kann." (S.7),
Dennoch ist Rubi überzeugt von dem dem Menschen innewohnenden Bedürfnis nach ornamentaler Gestaltung und der positiven Wirkung dieser Hand-Arbeit.

Als Werkzeug wird dabei explizit das Kerbschnitzmesser des Messerschmieds Ernst Klötzli aus Burgdorf (CH) empfohlen. Wir stellen fest, daß es diese Messerschmiede Klötzli noch immer gibt!

Im letzten Kapitel  - "Von unseren Vätern" - bemerkt der Autor, daß die Dinge früher "(...) ohne Maschine und nach menschlichen Maßen hergestellt (...)" wurden. Ornament und Gegenstand blieben daher oftmals "eine erstaunliche Einheit". Dies galt im besonderen Maße, wenn der Handwerker "(...) es wagte," (...) seinen reichen Motivschatz in immer neuen Abwandlungen nach Regel und Gesetz über die Fläche auszubreiten. "(S.150).

Christian Rubi: Das Kerbschnitzen. Ein Lehrgang für Anfänger und Fortgeschrittene. Bern 1959

 

(jb)